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Infos rund um den Fuchs - Faszination Fuchs

Trivia über den Fuchs

Eulen haben ausgedient! Denn Füchse sind die neuen Eulen. Das heißt: Füchse sind angesagt. Waren es vorher noch Eulen, die einen Hype in Sachen Coolness erlebten, macht ihnen jetzt der Fuchs Konkurrenz. Auf Taschen, als Schmuck oder auf Postern: Wir wollen Füchse sehn!

Damit wollen wir natürlich keinen Eulenfan oder den Uhu von nebenan beleidigen, aber wir finden: Füchse steigen zurecht in den Olymp der Trendtiere auf. Schließlich sind die echten Vertreter der Vulpini auch im wirklichen Leben ziemlich faszinierend. Auf dieser Seite haben wir für alle Fuchsfans und die, die es noch werden wollen, Details und Informationen rund um den Fuchs zusammengestellt.

Der Fuchs - Ein Wildtier

So süß Füchse auf Pullis, Tassen und auf Bildern auch sind, eine Sache sollten wir nicht vergessen. Beim Fuchs handelt es sich immer noch um ein Wildtier. Wildtiere sind im Gegensatz zu Haustieren wie Hunden oder Katzen nicht domestiziert. Das heißt, sie sind nicht zahm und leben deshalb normalerweise auch nicht mit dem Menschen zusammen. Also einen Fuchs als Haustier halten? Besser nicht. Aber dazu später mehr. Grundsätzlich ändert das natürlich nichts an der Tatsache, dass Füchse faszinierende Tiere sind, die den Menschen seit Jahrhunderten in ihren Bann ziehen. Das zeigt sich allein an der Vielzahl an Fabeln, Geschichten und Sprichwörtern, die sich im Laufe der Zeit rund um den Fuchs entsponnen haben.

Vater, Mutter, Kind? - So leben Füchse

Die in Deutschland lebenden Rotfüchse haben ihr Zuhause meist in Wäldern, auf Wiesen und Feldern. Mittlerweile finden sich zusätzlich immer mehr Füchse auch in Städten oder bewohnten Gebieten.

Obwohl Füchse zwar im typischen Fuchsbau wohnen, graben sie ihre Höhlen meistens nicht selbst. Als Grundlage für ihre Fuchsbaue (übrigens: nicht Fuchsbauten, obwohl diese Form oft verwendet wird) greifen sie auch auf Kaninchenhöhlen oder Dachsbaue zurück.

Anders als lange angenommen, sind Füchse keine Einzelgänger. Obwohl sie zwar oft allein auf die Jagd gehen, haben Füchse einen Sinn für Familie. So können also durchaus ein männlicher und weiblicher Fuchs in einer monogamen Beziehung zusammenleben, die durch weitere (weibliche) Familienmitglieder wie Kinder oder Geschwister ergänzt werden kann.

20 Mäuse am Tag? - Das fressen Füchse

Um satt zu werden müssten Füchse am Tag ungefähr 20 Feldmäuse fressen. Das heißt natürlich nicht, dass sie am Tag tatsächlich so viele Mäuse verspeisen. Schließlich gibt es keinen Fuchs-Supermarkt, in dem immer gerade das im Angebot ist, was der Fuchs sich wünscht. Füchse verfügen stattdessen über die Fähigkeit, sich dem Nahrungsangebot anzupassen. Die Energie, die sie am Tag über ihre Nahrung aufnehmen müssen, können sie durchaus auch aus anderen Quellen beziehen. Füchse jagen neben Mäusen auch kleine Tiere wie Kaninchen und fressen zum Beispiel auch Insekten, Regenwürmer, Hühner, Enten, Essensreste aus dem Hausabfall oder tote (z.B. überfahrene) Tiere.

Sind Füchse eigentlich Hunde? - Gattungsbestimmung

Zunächst sei gesagt: Fuchs ist nicht gleich Fuchs. Weltweit gibt es viele verschiedene Fuchsarten. Die einen sind größer, die anderen kleiner. Es gibt Füchse mit unterschiedlichen Fellfarben und unterschiedlichen Körpereigenschaften (z.B. große Ohren/kleine Ohren).

Oft sind gewisse Fuchsarten auf verschiedene Lebensräume, Regionen oder Kontinente begrenzt. Der besonders in Mitteleuropa verbreitete Rotfuchs stellt innerhalb der Gattung der "echten Füchse" lediglich eine Art dar. Nichtsdestotrotz ist in Europa hauptsächlich der Rotfuchs gemeint, wenn vom "Fuchs" die Rede ist.

Dass sich die Füchse dieser Welt so unterschiedlich entwickelt haben, liegt unter anderem an den Gegebenheiten und Besonderheiten, die ihre Umwelt für sie bereithält. So hat der Polarfuchs im Winter zum Beispiel ein weißes Fell, damit man ihn im Schnee nicht sehen kann. Er ist seiner Umwelt also besonders gut angepasst. Sein Sommerfell hingegen wächst in vielen Fällen braun, weil in dieser Zeit nicht unbedingt Schnee liegt und in dieser Zeit ein weißes Fell eher auffallen würde. Ein weiteres Beispiel ist der Fennek als Wüstenfuchs. Er ist im Gegensatz zu seinen anderen Artgenossen besonders klein und hat im Vergleich zu seinem kleinen Körper besonders große Ohren. Die geringe Körpergröße erweist sich bei großer Hitze als ökonomisch, ebenso praktisch sind die großen, gut durchbluteten Ohren, über die die Wärmeregulierung des Fuchses funktioniert.

Und jetzt zu unserer Ausgangsfrage: Sind Füchse eigentlich Hunde? Die Antwort lautet Jein! Auch wenn wir es auf den ersten Blick nicht meinen würden, gehören Füchse tatsächlich zur Familie der Hunde. Innerhalb dieser Familie, die übrigens in der Biologie Canidae genannt wird, gibt es allerdings zwei Untergruppen. Dabei bezeichnet eine der Untergruppen die sogenannten "echten Hunde" (Canini), der etwa Wölfe als Art und Haushunde als Unterart angehören, und eine andere Untergruppe die "echten Füchse" (Vulpini). Fuchs und Hund bzw. auch Fuchs und Wolf sind also verwandt, aber doch eher entfernt. Einen gemeinsamen Vorfahr zu bestimmen ist schwierig, er lebte jedoch wahrscheinlich vor mehreren zehn Millionen Jahren.

Kann ich einen Fuchs als Haustier halten? - Fuchs und Mensch

Füchse leben zwar eher im Wald oder auf Feldern. Immer häufiger sind sie jedoch auch in Wohngebieten, Gärten oder in der Nähe von Mülltonnen und Containern zu finden. Das hat damit zu tun, dass es in Städten bzw. der Nähe von Menschen ein größeres Nahrungsangebot gibt. Zum einen sind das Essensreste, zum anderen sind das Mäuse und Ratten, die eben genau wegen dieser Essensreste und Abfälle die Nähe des Menschen suchen.

Grundsätzlich gibt es selten direkte Begegnungen von Mensch und Fuchs, da Füchse Menschen eher meiden. Deshalb bekommen viele Bewohner meist nur indirekt, z.B. durch Fuchskot, vergrabene Beute und aufgewühlte Erde, mit, dass ein Fuchs in ihrer Nähe ist. Während viele diese Tatsache akzeptieren, gibt es natürlich auch Menschen, die sich durch den Fuchs im Garten oder der Einfahrt gestört fühlen. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Fuchs nicht nur ein Gast auf der Durchreise ist, sondern sich im Garten (z.B. unter dem Gartenhaus) häuslich eingerichtet hat.

Grundsätzlich gelten Füchse nicht als gefährlich für den Menschen. Sie sind nicht aggressiv, sondern gehen Konfrontationen eher aus dem Weg. Wenn allerdings die Rede von Fuchsbandwurm oder Tollwut ist, finden viele die Vorstellung des Fuchses im Garten nicht berauschend. Hier gilt: Wenn Sie einen Fuchs im Garten vermuten, sollten Sie Gemüse und Beeren aus dem Garten immer gut waschen bzw. über 60°C erhitzen. Wenn sich ein Fuchs im Garten häuslich niedergelassen hat, fühlt er sich durch menschliche Aktivitäten und Gerüche, laute Geräusche oder helles Licht in der Nacht gestört und wird sich wahrscheinlich ein neues Quartier suchen, wenn diese Störungen häufiger auftreten. Gestört werden sollten Füchse allerdings nicht während der Jungenaufzucht zwischen März und August. Wer einen Fuchs im Garten beobachtet, der sich auffällig oder sogar aggressiv verhält, sollte ihm aus dem Weg gehen und den Fuchs beim Forstamt oder den Behörden melden.

Während die einen es tunlichst vermeiden wollen, Kontakt mit einem Fuchs zu haben, gibt es andere, die sich genau das wünschen. Wie anfangs bereits erwähnt, taucht nämlich oft die Frage auf, ob ein Fuchs sich als Haustier halten lässt. Tatsächlich kommt es nicht selten vor, dass Menschen Füchse als Tiere am Haus (z.B. im Gehege) bzw. sogar in der Wohnung beherbergen. Ob einem freiheitsliebenden Wildtier damit ein Gefallen getan ist, es in einen Käfig einzusperren, das sei dahingestellt. Was Füchse als Haustiere angeht, kann man folgende Unterscheidung treffen: Einheimische Füchse (d.h. Rotfüchse) als Haustiere und exotische Füchse als Haustiere (z.B. Fennek).

Einheimische Füchse, das heißt Rotfüchse, dürfen als Haustier nur mit Genehmigung gehalten werden. Sinnvollerweise handelt es sich dabei um Tiere, die in der freien Wildbahn nicht mehr eigenständig überleben könnten. Alles andere wäre für ein freiheitliebendes Tier wie den Fuchs eher eine Quälerei als ein Gefallen. In jedem Fall steht also fest: Füchse dürfen nicht einfach gefangen oder "gefunden" werden und anschließend als Haustier gehalten werden. Auch Füchse, die nach einer Krankheit oder einem Unfall wieder aufgepäppelt werden und eine Zeit lang mit dem Menschen zusammenleben, können in den meisten Fällen wieder ausgewildert werden. Wer einen Fuchs hält, muss nachweisen können, dass die Haltung artgerecht erfolgt, d.h. zum Beispiel dass der Fuchs über genügend Platz verfügt. Wie genau das Anforderungsprofil für die Fuchshaltung aussieht, können Sie beim Bundesministerium für Naturschutz oder direkt vor Ort, z.B. beim Förster, in Erfahrung bringen.

Auch für die Haltung exotischer Haustiere wie dem Fennek, der in Deutschland eigentlich nicht beheimatet ist, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Fenneks dürfen darüber hinaus nicht einfach importiert werden. Stammt das Tier aus einem Nicht-EU-Land ist eine Einfuhrgenehmigung nötig. Auch hier ist Nachfragen bei den entsprechenden Behörden der beste Weg, sich über die Bedingungen zu informieren, die erfüllt sein müssen, wenn Sie einen Fennek als Haustier halten wollen. An dieser Stelle soll erneut gesagt werden, dass Füchse, ob exotisch oder einheimisch, wilde Tiere sind, die nicht bzw. nur teilweise domestiziert werden können und daher nicht mit Hunden, Katzen und Co. gleichzusetzen sind. So gerne sich viele einen Fuchs als "Kuscheltier" wünschen, sind die Anforderungen und die Verantwortung, die mit einem Fuchs als Haustier einhergehen, doch mehr als groß.

Füchse überall - Bücher, Fernsehen und Kultur

Dass der Fuchs eine Faszination auf den Menschen ausübt, ist nicht neu. Seit vielen Jahrhunderten findet sich der Fuchs in Geschichten, auf Bildern und in Liedern wieder. Na gut, dabei kommt er nicht immer positiv weg. Ob der Fuchs nun als listiger Verführer oder Hühner- und Gänsedieb dargestellt wird, immer spielt seine Intelligenz dabei eine Rolle. Und das ist ja grundsätzlich auch nichts Schlechtes. Natürlich gibt es nicht nur böse Füchse. Auch "die Guten" sind in einigen Geschichten Füchse.

Wir haben eine Liste mit berühmten Füchsen, guten und bösen Füchsen aus Literatur und Kultur für Sie zusammengestellt. Wie viele davon wären Ihnen auf Anhieb eingefallen? Vielleicht kennen Sie ja noch den ein oder anderen Fuchs, den wir womöglich vergessen haben.

"Fuchs, du hast die Gans gestohlen" - Lied: Das wohl bekannteste Lied zum Thema Fuchs stammt aus dem Jahr 1824 und ist ein Kinderlied. In "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" wird der Fuchs davor gewarnt, die Gans zu stehlen, da ihn ansonsten der Jäger mit Sicherheit "mit dem Schießgewehr" erwischen würde. Hier wird der Fuchs als listiger Gänsedieb und Gegenspieler des Menschen dargestellt.
"What does the Fox say?" - Lied: Nicht ganz so alt und auch nicht so brutal, aber trotzdem ein Hit: Der Song "What does the Fox say?" war vor einigen Jahren ein Erfolg für die schwedischen Comedians Yilis. Darin geht es um die zentrale Frage: Hunde machen Wau. Katzen machen Miau. Wie macht eigentlich der Fuchs? Also auf Englisch: What does the fox say?
Reineke Fuchs - Fuchs in der Fabel: Fast genau so bekannt wie "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" sind die Fabeln und Geschichten rund um Reineke Fuchs, der mit allerlei List seine Pläne durchzusetzen versucht. Besonders die Fabeln des französischen Schriftstellers Jean de La Fontaine (1621-1695) sind bis heute bekannt.
Fix und Foxi - Comic Füchse: Mindestens genau so schlau wie Reineke Fuchs sind seine Artgenossen Fix und Foxi. Die berühmten roten Comic-Füchse stellen zwei schlaue Brüder dar, die mit viel Ideenreichtum Probleme lösen und ihrem jugendlichen Publikum ein Vorbild für soziales Verhalten sein sollen.
Fuchs - aus Pinocchio: Nicht wirklich positiv kommt der Fuchs im Buch bzw. der Zeichentrickserie Pinocchio davon. Gemeinsam mit dem Kater will der Fuchs in der Geschichte Pinocchio mehrfach hereinlegen, um an sein Gold zu kommen. Dabei sind Fuchs und Kater zwei verschlagene, aber nicht wirklich clevere Zeitgenossen. Einen Namen hat der Fuchs in Pinocchio übrigens nicht.
Smirre - Fuchs aus der Fernsehserie "Nils Holgersson": Im Originalbuch "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" von Selma Lagerlöf kommt eigentlich kein Fuchs vor. Smirre, der böse rote Fuchs mit den gelben Augen, wurde, wie übrigens auch Nils Holgerssons Hamster, für die japanische Zeichentrickserie aus dem Jahr 1980 frei erfunden.
Zorro - der heldenhafte Fuchs: Zorro, den Held mit der Maske, kennen die meisten. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass Zorro auf Spanisch nichts anderes als "Fuchs" bedeutet.
Rotfüchse und Blaufüchse - aus "Als die Tiere den Wald verließen": Rotfüchse gehören zu den Helden der Fernsehserie "Als die Tiere den Wald verließen". Gegenspieler sind unter anderem die Blaufüchse. Später in der Serie arrangieren sich die Füchse allerdings miteinander. Der Fuchs-Held der Serie hat übrigens keinen Namen, sondern heißt nur "Fuchs", seine Frau heißt ebenso nur "Füchsin".
Quick Brown Fox - aus dem Schriftartwesen: Wer viel Zeit vor dem Computer verbringt, dem ist mit Sicherheit auch schon dieser Satz begegnet: The quick brown fox jumps over the lazy dog. Heißt übersetzt so viel wie: "Der schnelle braune Fuchs springt über den faulen Hund." Aber was dieser Satz bedeutet, ist eigentlich ziemlich egal. Es handelt sich hier um einen Satz, in dem jeder Buchstabe des Alphabets mindestens ein Mal vorkommt. Er wird oft zur Vorschau von Schriftarten verwendet, um sich ein Bild davon zu machen, wie jeder einzelne Buchstabe der Schriftart aussieht. Nichtdestotrotz ist der "quick brown fox" irgendwie zu einer Art Institution geworden.
Fuchs in der Kunst - Gemälde von Franz Marc: Auch in der Malerei sind Füchse beliebte Motive. Zum Beispiel bei Franz Marc, Expressionist und berühmtes Mitglied des Blauen Reiters. Von Marc gibt es etwa die bekannten Bilder "Fuchs" und "Füchse".
Der weise Fuchs - aus "Der Kleine Prinz": "Adieu, sagte der Fuchs. Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." Wenn das kein Klassiker der Weltliteratur ist! Das weltbekannte Zitat gibt es in über 180 Übersetzungen. Es stammt aus Antoine de Saint-Exupérys "Der kleine Prinz" und wird im Verlauf der Handlung vom weisen Fuchs geäußert, der dem Prinz das Geheimnis der Verbindung zwischen zwei Lebewesen erklärt. Übrigens: Das Originalzitat lautet auf Französisch: "On ne voit bien qu`avec le cœur. L`essentiel est invisible pour les yeux."

Fuchs in der Kultur

Der Fuchs in der Kultur

Robin Hood als Fuchs - in Disneys Zeichentrickfilm: Der Sheriff von Nottingham ist ein Wolf, Bruder Tack ein Dachs, Little John ein Bär und der Held der Geschichte? Na klar, Robin Hood und seine Maid Marian sind in Disneys berühmtem Zeichentrickfilm natürlich schlaue und besonnene Füchse.
Firefox - als Browser: Auch vor dem Internet machen Füchse nicht Halt. Kein Wunder also, dass einer der beliebtesten Browser nun mal der Firefox, also der Feuerfuchs, ist.
Tail aus Sonic - Fuchs im Computerspiel: Nicht nur in Serien, sondern auch in Computerspielen gibt es Fuchs-Helden. Neben Sonic, der übrigens ein Igel war, gibt es im berühmten Sega-Spiel auch Tail, den Fuchs.
Fox Mulder - aus Akte X: Schlau wie ein Fuchs ist auch Fox Mulder, der als Special Agent des FBI der Frage nach extraterrestrischem Leben in der Kultserie Akte X auf den Grund geht. Der Vorname Fox ist jedoch auch in den USA eher unüblich. Häufiger kommt Fox, auch hierzulande, als Nachname vor. Bekannte "Füchse" aus der Filmbranche sind Michael J. Fox, Megan Fox oder Jamie Foxx (was allerdings nur ein Künstlername ist).
Der Fuchs als Verführer - christliche Ikonographie: Im Kontext des Christentums wird der Fuchs oft als Personifikation der Verführung und Sünde dargestellt. Er erscheint auf Gemälden, aber auch in der christlichen Literatur. Häufig sieht man ihn auf Darstellungen als Begleiter des Teufels. Der Glaube, dass rote Haare auch bei Menschen für eine Verbindung mit dem Teufel stehen, kann in Verbindung mit dem roten Fell des Fuchses gesehen werden.
Osterfuchs - im Volksglauben: Der Fuchs kann in Sachen Tradition und Brauchtum aber auch positiv wahrgenommen werden. So zum Beispiel als Osterfuchs, der anstatt des Osterhasen die Eier zu Ostern bringt.
Kitsune - Fuchs in der japanischen Mythologie: In der japanischen Mythologie und generell in der asiatischen Kultur kommt dem Fuchs, Kitsune genannt, eine wichtige Bedeutung zu. Einerseits gelten sie als Begleiter der Gottheit Inari als Glücksbringer, andererseits können sie auch Unheil bringen. In der Mythologie können Kitsune jede gewünschte Gestalt annehmen, oft tauchen sie jedoch als schöne Frau auf, die sich in einen Mann verliebt.
Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen - Fuchs im Sprichwort: Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, ist bekanntlich nicht viel los. Die Bedeutung des Sprichworts leitet sich von der Tatsache ab, dass Füchse und Hasen als menschenscheue Wald- und Wiesenbewohner eher nur dann auf Tour gehen, wenn keine Menschen in der Nähe sind. Dass sich die eigentlichen Feinde noch dazu auch gute Nacht sagen zeigt, wie friedlich es dort zugeht, wo Fuchs und Hase sich begegnen.
Jochen Gummibär - Fuchs bei Janosch: Auch in Kinderbüchern kommen Füchse nicht immer gut weg. So ist der Antagonist für Janoschs kleinem Hasen "Jochen Gummibär" natürlich der Fuchs, vor dem seine Mutter Jochen Gummibär und seine Geschwister jeden Tag mehrfach eindringlich warnt. Noch dazu erklärt sie: "Ihr erkennt ihn am buschigen Schwanze hinten." Dass auch der Fuchs bei Janosch nicht dumm ist, zeigt sich dann im weiteren Verlauf der Geschichte.
Fuchsteufelswild sein - Redewendung: Wer fuchsteufelswild ist, dem sollte man nicht zu nahe kommen. Denn er ist naturgemäß ziemlich, ziemlich wütend. Auch hier wird der Fuchs sprachlich wieder mit dem Teufel kombiniert. Diese Wendung hat ihre Wurzeln mutmaßlich in Tirol, wo man mit der Bezeichnung "fuchswild" das Verhalten gefangener, unter Umständen tollwütiger Füchse beschrieb. Dass der Teufel auch hier ins Spiel kommt, verstärkt die Wirkung des Ausdrucks, der mittlerweile nicht mehr nur das Verhalten von Füchsen, sondern auch das von Menschen oder anderen Lebewesen beschreiben kann.
Sparfuchs - Redewendung: Wer ein Sparfuchs ist, kann gut mit Geld umgehen und weiß, wie er besonders schlau Geld spart. Während zum Beispiel die Begriffe "Pfennigfuchser" oder "Geizhals" eher negativ konnotiert sind, hat die Wendung "Sparfuchs" durchaus etwas Positives, weil sie nicht direkt mit Geiz in Verbindung gebracht wird. Woher die Wendung "Sparfuchs" kommt, kann nicht genau gesagt werden. Ebenfalls nur Vermutungen gibt es beim Pfennigfuchser: Entweder ist damit gemeint, dass sich der Pfennigfuchser eben auch durch Pfennigbeträge "fuchsen" lässt. Eine andere Erklärung leitet den Pfennigfuchser vom "Federfuchser" ab, einem pedantischen Paragraphenreiter. Ebenso wie der Federfuchser in Sachen Paragraphen und Vorschriften besteht der Pfennigfuchser auf sein Geld, auch wenn es sich nur um kleine Beträge handelt.
Fuchsen - Verb: Wenn eine Sache Sie fuchst, dann ärgert sie Sie. Die Herkunft des Verbs "fuchsen" ist nicht wirklich eindeutig belegt. Eventuell gibt es einen Zusammenhang bzw. einen gemeinsamen Ursprung mit "fuchsteufelswild".
Fuchs - Pferd: Pferde mit einer rötlichen Fellfarbe werden auch als Fuchs bezeichnet. Dabei wird außerdem unterschieden zwischen hellem und normalem sowie Dunkelfuchs unterschieden.
Foxy Lady - attraktive Frau: Eins der bekanntesten Lieder von Jimi Hendrix ist das Stück "Foxy Lady". Darin kommt die Verwendung des Begriffs Fox im englischen Sprachraum zum Vorschein, die besonders attraktive Frauen als "Fox" bezeichnet.
Foxtrott - Tanz: Woher der beliebte Paartanz "Foxtrott" (also wörtlich: Fuchstrab) seinen Namen hat, ist nicht ganz klar. Eine Vermutung legt nahe, dass er mit Füchsen an sich eigentlich nichts zu tun hat, sondern dass er an den Namen des amerikanischen Schauspielers und Tänzers Harry Fox angelehnt ist. Foxtrott wird seit 1914 getanzt und hat die Ableger Slowfox und Discofox hervorgebracht, die heute zu den Standardtänzen schlechthin gehören.
Der fantastische Mr. Fox - von Roald Dahl: Einen nicht ganz lupenreinen Fuchs-Held gibt es in Roald Dahls Kinderbuch "Der fantastische Mr. Fox" aus dem Jahr 1970. Beim fantastischen Mr. Fox handelt es sich nämlich um einen großspurigen Fuchs, der seiner Familie zuliebe das Hühnerstehlen aufgegeben hat, es aber doch nicht lassen kann und damit nicht nur seine Familie, sondern auch die übrigen Waldbewohner in die Schusslinie der erbosten Bauern Boggis, Bunce und Bean bringt. Der Roman wurde im Jahr 2009 als Stop-Motion-Film verfilmt, für den George Clooney die Synchronisation des Titelhelden Mr. Fox übernahm.

Füchse als Trendtier - Trendtiere der letzten Jahre

Während Füchse schon seit vielen Jahrhunderten in Erzählungen, Sprache und Ikonographie vorkommen, hat sich in neuerer Zeit der Fuchs zum Trend-Tier entwickelt.

In letzter Zeit ist das Internet voll mit eindrucksvollen Fuchsbildern, mit putzigen gemalten Füchsen, mit Fotografien, von Fuchsbabys und Füchsen, die in freier Wildbahn mit Hunden spielen. Das zeigt eine Sache: Wir wollen Füchse sehen! Füchse werden nicht mehr nur als Schädling wahrgenommen, sondern vor allem auch als anmutige und schlaue Tiere. Das heißt, man liest und hört nicht nur vom Fuchs, man sieht ihn auch. Nämlich als Schmuck, auf Postern, Taschen, Kleidung, als Dekoration, als Fuchs-Wandtattoos - also quasi überall.

Der Fuchs ist also zum Trendtier geworden und macht damit dem Trendtier Eule echte Konkurrenz. Das will aber nichts heißen. Schließlich können Fuchs und Eule auch gut parallel existieren. Was das "Trendtier" an sich angeht, so gibt es immer mehr heiße Anwärter um das Amt. So kommt es nicht selten vor, dass ein Trendtier das nächste ablöst, wenn es um Dekoration, Kleidung und Co. geht. Deshalb finden sich in Zeitschriften, im TV oder im Internet Weisheiten wie:

Füchse sind die neuen Eulen. Schwalben sind die neuen Füchse. Flamingos sind die neuen Schwalben. Igel sind die neuen Flamingos. Pinguine sind die neuen Igel. Kolibris sind die neuen Pinguine. Delphine sind die neuen Kolibris.

Ok, wir geben zu, jetzt übertreiben wir etwas. Aber wie das so ist mit dem Trendtier: Man weiß nie, in welche Richtung sich ein Trend bewegt. Wir sind jedenfalls froh, dass es im Moment den Fuchs erwischt hat. So wird diesem interessanten und intelligenten Tier die Aufmerksamkeit zuteil, die ihm gebührt und die den Fuchs vor allen Dingen aus der Ecke des hinterhältigen Schädlings in das Licht rückt, das ihm gebührt.

Adieu, sagte der Fuchs. Wir hoffen, wir haben Sie nicht zu sehr gefuchst und keinen Federfuchser mit unseren Ausführungen beleidigt. Denken Sie bei Ihrer nächsten Runde Foxtrott an uns und lassen Sie es sich gut gehen, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß!

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